Gartenmanufaktur Koch

Fachbetrieb für Baumpflege und Baumsanierung in Owingen

Bodenbelüftung als Beitrag zum Baumerhalt

https://www.suedkurier.de/digitale-zeitung/epa13017,75147,,14

Seit meiner Ausbildung zum Landschaftsgärtner bei der Stadtgärtnerei in Überlingen in den Jahren 1984 – 1987 hat sich das Gesicht unserer Stadt sehr gewandelt und dies nicht nur zu ihrem Vorteil. Der Verlust an innerstädtischem Grün ist unübersehbar und schlägt sich dem bundesweiten Trend folgend in Negativ-Statistiken der Artenlisten von Vögeln und Insekten nieder. Der Klimawandel bringt heute Wälder und noch viel mehr Bäume im innerstädtischen Umfeld an die Leistungsgrenze ihrer Anpassungsfähigkeit, Folgen unserer ausbeuterischen Lebensweise. Das aber wollen nur die wenigsten Menschen akzeptieren und noch weniger Menschen sind bereit persönliche Einschränkungen hinzunehmen. Entsprechend negativ die Wertschätzung von Bäumen und die Bereitschaft für einen Baum Verantwortung zu übernehmen. Die Stadt Überlingen tut das in Sachen Baumerhalt seit Jahren auf vorbildliche Weise. Das Arbeitsverfahren mittels ölfreier und gereinigter Druckluft Verdichtungen im Wurzelraum zu beseitigen wende ich in meinem Betrieb seit 2018 an. Bäume der Gemeinde Deggenhausertal gehörten zu den ersten die auf diese Weise eine Standortoptimierung bekamen. Es zeigt sich, dass das Resultat wesentlich von der Menge des für den Baum verfügbaren Wassers abhängt. Die ausbleibenden Niederschläge und der abgesunkene Grundwasserspiegel werden die Prognose für solche Bäume vermutlich deshalb weiter verschlechtern. Was das wiederum für die Innenstädte bedeutet lässt sich in vielen Stadtklimadiagrammen nachlesen.

Wie wirkungsvoll die Maßnahme „Standortoptimierung“ sein kann möchte ich mit einem Bild von einer ca. 100 jährigen Linde an der Dorfkirche Roggenbeurens zeigen. Zwischen den beiden Aufnahmen liegen 2 Jahre, der Baum wurde in diesem Zeitraum nicht bewässert. Deutlich ist auf dem rechten Bild die Zunahme der Vitalität an der Laubfärbung erkennbar.

Wie schön, dass es auf diese Weise immerhin gelingen kann einzelne alte Riesen für die nächste Generation zu bewahren. Ein schönes Erbe wie ich meine.


Detlef Koch

20. August 2020

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