Gartenmanufaktur Koch

Fachbetrieb für Baumpflege und Baumsanierung in Owingen

Baubotanik

Baubotanik beschreibt eine Bauweise bei der lebende Pflanzen als Tragwerk für starre Konstruktionen wie Dächer, begehbare Plattformen u.ä. fungieren. Wir liefern und bauen Ihnen die Produkte der Firma Weidenprinz in Ihren Garten.

Lebende Architektur, wachsende Bauten

Lebende Pflanzen als Baustoff? Bauten, die im Boden wurzeln, die durch Wachstum im Laufe der Zeit immer stabiler werden? Bauten, bei denen die positiven Eigenschaften lebender Bäume mit baulichen Funktionen verbunden sind?

Seit über zwei Jahren verfolgen Ferdinand Ludwig und Oliver Storz an der Universität Stuttgart diese Idee. In dieser Zeit haben sie die Bauweise „Baubotanik“ entwickelt, bei der lebende Pflanzen als tragende Konstruktionselemente genutzt werden. Dabei machen sie sich die Eigenschaften der Pionierpflanze Weide zu nutze. Weiden zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sich unbewurzelte Pflanzenteile beachtlicher Dimension wieder zu vollständigen Pflanzen regenerieren können, wenn ihr unteres Ende in die Erde eingegraben wird. Mit dieser Technik wird es mögliche, lebende Tragwerke zu realisieren, die von Anfang an die angestrebte Größe aufweisen und voll belastet werden können.
Zur Bildung von begehbaren Ebenen und Dächern werden diese lebenden Bauteile mit anderen modernen Bautechniken kombiniert. Mittlerweile sind von Ferdinand Ludwig und Oliver Storz vier prototypische Bauten in dieser Bauweise realisiert worden.

Die wichtigsten sind ein über 20 Meter langer begehbarer Steg, und ein lebender Pavillon mit einem Membrandach. Der Steg ist die erste große Konstruktion, bei der eine begehbare Ebene, die sich fast drei Meter über dem Boden befindet, ausschließlich von lebenden Pflanzen getragen wird. Der Steg ist im April letzten Jahres bei „neue Kunst am Ried“ in Wald-Ruhestetten fertig gestellt worden.
Der Pavillon, vorgestellt in Stuttgart 2005, hat es mittlerweile zur Serienreife gebracht. Produziert und vertrieben wird er von der Freisinger Firma WeidenArt Freitag.

Lebende Weiden, als grüne Wand ausgebildet, tragen ein leichtes, frei geschwungenes Membrandach, das Schatten spendet und Schutz vor Regen bietet. Die Weidenstruktur ist dabei so stabil, dass sie problemlos Schneelasten und Stürmen widersteht, weshalb das wetterfeste Membrandach das ganze Jahr über in der Konstruktion verbleiben kann. Mit ca. vier Metern Durchmesser bietet der Pavillon beispielsweise einer sechsköpfigen Familie Platz um einen Esstisch. Er ist aber auch der ideale Ort, um in einer Hängematte auszuspannen und hat sich schon bei kleinen Konzerten bewährt. So kann er nicht nur in Privatgärten sondern auch in öffentlichen Parks oder Gartencafés Verwendung finden.

An den Bodensee geholt hat den Pavillon die Gartenmanufaktur Detlef Koch, lokaler Vertriebspartner. Er kennt Ferdinand Ludwig seit zwei Jahren und hat die Entwicklung der Projekte aufmerksam verfolgt.

„Lebende Bauten wie der Pavillon verändern Jahr für Jahr und im Wechsel der Jahreszeiten ihr Aussehen: Austreibende Zweige und Blätter lassen die Strukturen über den Sommer verschwimmen, die erst durch den Blattfall im Herbst wieder deutlich hervortreten. Durch Wachstum und Rückschnitt werden die Strukturen dabei nicht nur immer stabiler, sie entwickeln über die Jahre auch ein individuelles Aussehen und einen persönlichen Charakter,“ schwärmt der 43 jährige Landschaftsgärtner aus Owingen. Eine wunderschönes gestalterisches Element und eine gute Alternative zu der monotonen Flut von „quadratisch-praktisch-gut“ Lauben aus den Baumärkten.

Als Pflanzen zeichnen sich lebende Konstruktionen unter anderem dadurch aus, das sie quasi keine Ressourcen verbrauchen, sondern im Gegenteil Biomasse und Sauerstoff produzieren. Und sie nur durch Wurzeln im Boden verankert sind und keine technischen Bauteile wie Beton in den Boden eingebracht werden, gehen sie besonders sensibel mit dem Baugrund um. So kann auf Grundstücken gebaut werden, auf denen dies aus ökologischen Gründen bisher nicht vertretbar gewesen ist: Feuchte Wiesen, Sumpfgebiete oder die Ufer von Flüssen und Seen.

Dadurch ist die Bauweise gerade auch für die touristisch geprägten und ökologisch sensiblen Uferregionen des Bodensees prädestiniert. Unterschiedliche Interessen, wie Freizeit, Naturerlebnis und Uferschutz können so möglicherweise in Einklang gebracht werden.

Der Pavillion im Überlinger Strandbad West

2005 haben wir den Weidenpavillion im Überlinger Strandbad West errichtet. Seitdem hat er sich prächtig entwickelt und ist ein beliebter Ruheplatz für Jung und Alt geworden.

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